Seit drei Jahren lebt Melanie Paulus mit ihrem unwiderstehlichen Mitbewohner Marc unter einem Dach.
Im Hause Paulus gilt ein Gesetz: grenzenlose Freiheit, keine Erwartungen und Liebe ohne Regeln; nur Ehrlichkeit und ein Knistern, das sie beide nie ganz loslässt.
Zwischen Mel und Marc existiert mehr als Freundschaft, mehr als Nähe. Eine Anziehung, die sie immer wieder zueinander führt.
Doch Marc trägt ein Geheimnis in sich: seine Gefühle für Mateo.
Was als offene, leichte Verbindung beginnt, verwandelt sich in ein Geflecht aus Verlangen, Sehnsucht und unausgesprochenen Wünschen. Unter der Oberfläche brodelt etwas, das keiner von ihnen kontrollieren kann: drei Menschen und drei Herzen in einem gefährlich süßen Sog aus Verlangen und einer Spannung, die jeden Moment überlaufen könnte.
Wohin führt sie diese Freiheit, wenn sie plötzlich mehr fordert, als sie verspricht?
Eine Polyamory Romance, eine kleine Ménage á trois über freie Liebe, einen winzigen Funken Eifersucht und eine FMM-Beziehung an einem warmen Sommertag in einer ziemlich großen Stadt.
Blick ins Buch
Der Traum der letzten Nacht floss wie ein warmer Atem über Mels Körper. Sie blickte sich um und befand sich mitten in einem Raum, der ihr gleichzeitig fremd und vertraut war, eingehüllt in weiches Licht, und der Geruch von Haut und Lust hing in der Luft. Im Hintergrund spielte leise Musik. Stefanie, ihre beste Freundin stand vor ihr, barfuß und blickte sie mit einem verführerischen Lächeln an. Die markanten Mundwinkel zuckten dabei und die langen schwarzen seidenen Haare flossen weich über Stefanies zierliche Schultern. „Darf ich?“, fragte sie, nicht fordernd, sondern es klang wie eine Bitte. Mel nickte. Sie wollte es in diesem Traum und fühlte, wie ihr zierlicher Körper sich unter den spannungsgeladenen und zarten Berührungen ihrer Freundin zur Ekstase aufschaukelte. Langsam beugte sich Stefanie vor, und ihre weichen Lippen streiften Mels Hals, und trafen den Punkt hinter ihrem Ohr, an dem alle ihre Nervenenden immer zuerst aufschrien. Mit diesen Berührungen senkte sich alles tiefer, glitt, zog und pulsierte wild in ihr.
Im Nachhall dieses Traums erwachte Mel zitternd und sie spürte noch immer die zarten Küsse von Stefanie auf ihrer Haut.
Es war früh am Morgen und die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne drückten sich durch die pfirsichfarbenen Vorhänge. Nichts regte sich, in der Wohnung war es ruhig, und draußen konnte man nur das gedämpfte Rauschen einer Stadt erahnen, die sich Zeit ließ, aus der Nacht zu erwachen. Mels Herz schlug schnell, zu schnell für ein entspanntes Aufwachen. Noch einen Moment blieb Melanie im Strudel dieses Gefühls ganz still liegen, sie hatte ihre Augen geschlossen, und ließ noch einmal das Bild der Verführung zu sich zurückkehren. Sie sah Stefanie, ihren sinnlichen Körper, diese einzigartigen weiblichen Rundungen. Ihr Blick, dem sich niemand entziehen konnte, wenn sie etwas wollte und es auch stets bekam. Mel zog die Decke ein Stück tiefer und legte die rechte Hand auf ihre Brust. Die Haut war warm von dem Traum der Nacht. Ihre Brustwarzen waren bereits steinhart, als hätte ihr Körper sein Level schon hochgefahren und wollte ohne sie beginnen. Doch jetzt musste es erst einmal ein schöner heißer Kaffee sein, um ihre Lebensgeister aufzuwecken.
Als Mel das Kaffeepulver in die Maschine kippte, lief Marc in viel zu knappen Boxershorts in die Küche und grinste Mel an.
„Moin!“, rief er ihr zu und nahm sie in den Arm, um ihr dann zärtlich einen Kuss auf die Wange zu drücken. Mel fühlte sich geschmeichelt und errötete leicht. Ein Kribbeln durchfuhr ihren Körper, die Berührungen von Marc und der Traum der letzten Nacht vermischten sich in diesem Augenblick in ein neues Szenario in ihrem Kopf.
Gott, was hätte Melanie dafür gegeben, wieder einmal in den Armen dieses göttlich gut aussehenden Jungen zu liegen, aber wie es im Leben manchmal war, nahm die Liebe oft eigene Wege und dieser Weg hieß Mateo.
Seit sie vor 3 Jahren diese WG gegründet hatte, war es mehr als schwierig geworden, einen passenden Bewohner für diese WG zu finden. Marc war genau das, was Melanie sich vorstellte. Höflich, ruhig, freundlich, zuvorkommend und niemals aufdringlich, die ideale Besetzung für eine WG. In dieser Zeit hatte sich eine Vertrautheit zwischen den beiden entwickelt, die man weithin als Freundschaft + bezeichnen konnte. Es gab keine Verpflichtungen, kein Zwang, nur das Gesetz der freien Liebe.
Mel liebte ihre Freiheit und sie liebte Marc. Ein vertrauter Körper, ein vertrauter Geruch und diese sehr offene und manchmal lustvolle Verbindung zu ihm.
Sie erinnerte sich noch gut daran, wie sie sich zum ersten Mal begegneten.
Der Park war voll, aber Marc stand leicht abseits, unter einer alten Kastanie. Als er Melanie sah, lächelte er breit.
Er blickte auf ein junges zierliches Mädchen mit rötlich-blondem zerzausten Haar und ihre frechen Sommersprossen.
Melanie sah diesen unglaublich gutaussehenden Typen. Sie blickte in dunkle verführerische Augen, Locken und ein freundliches Gesicht. Sein Stil war lässig, aber mit Detailbewusstsein; perfekt abgestimmte Farben seiner Kleidung, leicht hochgekrempelte Ärmel, ein silberner Ring am Mittelfinger.
Sie begrüßten sich mit einer Umarmung. Es war warm, aber zwischen ihnen wurde es in Sekunden heißer.
„Du siehst noch besser aus als auf den Bildern“, sagte Marc.
„Das hoffe ich doch“, erwiderte Mel grinsend. Marc war charmant, witzig und aufmerksam. Seine Blicke fühlten sich nicht aufdringlich, sondern neugierig an, wie der Arm, die nach ihrem griff und sich bei ihr einhakte.
Sie fanden schnell die passenden Gesprächsthemen für einen lockeren Small Talk. Filme, Bücher, Reisen, auch über Sex unterhielten sie sich sehr angeregt. Und irgendwann war da weniger Gespräch, nur mehr Blickkontakt.
Als sie auf der Wiese lagen und ihre Hände sich berührten, war die Luft zwischen ihnen aufgeladen. Marcs Stimme wurde leiser, seine Pupillen größer. „Ich könnte dich stundenlang anschauen“, sagte er.
„Und du bist dir ganz sicher, ich sollte bei dir einziehen?“
Mel erwiderte seinen Blick, ihre Lippen waren ein wenig geöffnet. Sie spürte das Prickeln in ihrem Bauch, die Hitze, die sich langsam zwischen ihren Beinen ausbreitete. Dann neigte sie sich vor und flüsterte: „Darf ich dich küssen?“
…
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