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	<title>Karin Baumann &#8211; Letterotik</title>
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	<description>Bücher &#38; eBooks 18+</description>
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	<title>Karin Baumann &#8211; Letterotik</title>
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		<title>Karin Baumann: Sophie und Marc &#8211; Heile meinen Schmerz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vendor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 12:34:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blick ins Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Baumann]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Romance]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Sophie dem Fotografen Marc begegnet, fühlt sie sich zum ersten Mal seit Jahren wirklich gesehen. Zwischen...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Als Sophie dem Fotografen Marc begegnet, fühlt sie sich zum ersten Mal seit Jahren wirklich gesehen. Zwischen ihnen entsteht eine zarte, intensive Nähe bis ein Schatten aus Marc’ Vergangenheit auftaucht: Mira. Rätselhaft, verletzlich, unberechenbar.<br>Ein einziger Abend verändert alles.<br>Ein Club, eine Wahrheit, ein verschwiegener Schmerz.<br>Und ein Kind, von dem niemand gesprochen hat.<br>Während Marc versucht, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, kämpft Sophie mit ihren widersprüchlichen Gefühlen zu ihm und zu Mira. Doch statt zu fliehen, entscheidet sie sich für Mut: Sie hilft Marc, seinen Sohn zu finden, und reicht auch Mira die Hand.<br>Eine Geschichte über Vertrauen, Heilung und die leisen Wege, auf denen Menschen zueinanderfinden.<br>Über Liebe, die nicht perfekt sein muss, um wahr zu sein.<br>Und über drei Leben, die erst dann Frieden finden, als sie aufhören, gegeneinander zu kämpfen.</p>



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<p class="has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Blick ins Buch</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Regen prasselte gegen die Fensterscheiben des kleinen Literaturcafés in Kreuzberg, als Sophie ihr Notizbuch aufschlug. Die Seiten waren voll mit halb fertigen Gedichten, Gedankenfetzen und Geschichten, die sie selbst jedoch nie erlebt hatte. Nur in ihrer Fantasie konnte sie diese Seite von sich ausleben.<br>Das Café lag an einer schmalen Kreuzberger Seitenstraße, die tagsüber unscheinbar wirkte. Die Fassade war alt, aus dunklem Backstein, der von der Witterung über die Jahre stumpf geworden war. Über der Tür hing ein schmales, leicht schiefes Schild aus Metall, auf dem in verblasster Schreibschrift „Café Lumen“ stand.<br>Die großen Fenster zur Straße hin waren beschlagen, wenn es regnete, und warfen ein warmes, honigfarbenes Licht auf das nasse Kopfsteinpflaster. Das Café wirkte wie ein Zufluchtsort, ein Ort, an dem man für einen Moment aus der Welt heraustreten konnte. Einer der Gründe, warum sich Sophie hier wohlfühlte.<br>Vor der Tür standen bei schönem Wetter zwei kleine runde Tische aus Gusseisen, deren Muster an alte Jugendstil-Ornamente erinnerten. Im Sommer saßen hier die Menschen mit Laptops, Skizzenbüchern.<br>Beim Eintreten umfing einen sofort der Duft von frisch gemahlenem Kaffee, warmem Gebäck und einem Hauch von altem Papier. Das Café war nicht groß, eher langgezogen, mit niedriger Decke und dunklen Holzbalken, die dem Raum etwas Intimes gaben. Die Wände waren in einem tiefen Petrol gestrichen, das das Licht der Lampen sanft schluckte und gleichzeitig eine ruhige, fast poetische Atmosphäre schuf.<br>Heute spiegelten sich draußen die Lichter der Stadt in den Pfützen. Berlin ein wenig melancholisch und chaotisch. Eine Großstadt, in der die Menschen aneinander vorbei hetzten. Durch den Regen wirkte es noch anonymer.<br>„Ist dieser Platz noch frei?“, fragte eine tiefe Stimme und riss sie aus ihren Gedanken. Sophie blickte auf, verwirrt. Der Mann vor ihr trug eine schwarze Lederjacke, eine Kamera hing lässig über seiner Schulter. Seine Augen waren grau wie der Himmel und sein Blick hatte etwas von der Dunkelheit dieses Tages. Er schien sie mit einer Mischung aus Neugier und etwas, das sie nicht recht deuten konnte zu mustern. Ihr Verstand sagte ihr, sie sollte sich von diesem Mann fernhalten. Aber wann hörte sie schon mal auf ihren Verstand?<br>„Klar,“ sagte sie spontan und schob ihre Tasche zur Seite. Eigentlich war sie nicht der Typ für spontane Bekanntschaften.<br>Er setzte sich, bestellte einen doppelten Espresso und begann, durch die Linse seiner Kamera den Raum zu erkunden. Sophie beobachtete ihn verstohlen. Etwas an ihm weckte ihre Neugier. Nicht nur seine Präsenz, die er zweifelsohne ausstrahlte, sondern seine ganze Art, als wäre da etwas in ihm verborgen, das er nicht offenbaren wollte.<br>„Ich bin Marc,“ sagte er, ohne aufzusehen.<br>„Sophie.“<br>Ein paar Minuten vergingen, bis die Stille unangenehm wurde. Da wandte er sich ihr zu. „Du schreibst?“<br>„Gedichte. Überwiegend. Meistens auch nur für mich selbst, oder für Menschen die mich gut kennen.“<br>„Dann schreibst du für die Richtigen.“<br>Sophie lächelte. Es war das erste echte Lächeln seit Wochen. Ein Blick auf ihre Uhr verriet Sophie, dass sie zu ihrem nächsten Termin musste.<br>„Danke für Ihre Gesellschaft.“ Mit diesen Worten stand sie auf und verließ das Café. Marc sah ihr hinterher.<br>Am selben Abend, auf einer Vernissage in einer Galerie in Mitte, begegnete Sophie Mira. Mira war laut, sehr präsent, beinahe schrill. Ihre roten Lippen und das silberne Kleid zogen Blicke auf sich, doch als sie Sophie sah, wurde ihr Blick anders.<br>„Du schreibst doch Gedichte, oder?“, fragte Mira, als hätte sie Sophie schon lange gekannt.<br>„Woher weißt du das?“<br>„Ich habe dich letzte Woche bei dieser privaten Lesung gesehen. Ich fand deine Texte sehr berührend.“<br>Sophie errötete. Mira lachte leise. „Ich mag es einfach, wenn jemand mit seiner Kunst Gefühle ausdrücken kann.“<br>Sie unterhielten sich bis spät in die Nacht, über Kunst, über Schmerz, über das Gefühl, sich selbst nicht ganz zu kennen. Als Mira ihre Hand berührte, war es wie ein elektrischer Stromstoß. Damit hatte Sophie nicht gerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so begann es: Zwei Begegnungen, zwei Berührungen, zwei Herzen, die Sophie aus dem Gleichgewicht brachten.<br>Was sie nicht wusste, Marc und Mira kannten sich, sie hatten sich geliebt. Und gehasst. Und verloren.<br>Die Tage nach der Begegnung mit Marc und Mira waren für Sophie wie ein Rausch. Sie schrieb wieder Texte, die sich wie von selbst auf das Papier legten. Marc schickte ihr Fotos von verlassenen Straßen, von Gesichtern im Regen, von Augenblicken, die ihre eigenen Geschichten erzählten. Mira dagegen rief sie spontan an, um sie in eine Ausstellung mitzunehmen oder einfach nur, um durch die Stadt zu laufen und von ihren Träumen zu erzählen.<br>Doch je mehr Sophie sich öffnete, desto stärker spürte sie den Unterschied zwischen den beiden Welten, in denen sie sich gerade befand. Marc war wie ein Sturm. Er war unberechenbar, gefährlich, aber doch voller Gefühl mit einem Blick für das Besondere. Mira war wie ein Feuer. Bei ihr war es warm, hell, aber mit einer Glut, die alles verzehren konnte. Ihre Spontanität überforderte Sophie manchmal.<br>Eines Abends trafen sich alle drei zufällig in derselben Galerie. Sophie hatte Marc eingeladen, da sie wusste, dass die Ausstellungsstücke ihn interessieren würden. Sophie wusste nicht, dass Mira dort arbeitete. Als ihre Blicke sich kreuzten, war die Luft plötzlich schwer. Marc erstarrte, Mira lächelte kühl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8230;</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><a href="https://www.letterotik.de/produkt/karin-baumann-sophie-und-marc-heile-meinen-schmerz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Das Buch ist als eBook und Taschenbuch im Buchhandel erhältlich.</em></a></p>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">© LETTEROTIK 2026 | Alle Rechte vorbehalten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß §44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.</p>



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		<title>Karin Baumann: Im Schatten des Leuchtturms &#8211; Liebe im Sturm der Gerechtigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vendor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 11:50:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blick ins Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Baumann]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem tragischen Ende ihrer Beziehung zieht sich die junge Schriftstellerin Lina in ein abgelegenes Dorf auf...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Nach dem tragischen Ende ihrer Beziehung zieht sich die junge Schriftstellerin Lina in ein abgelegenes Dorf auf einer kleinen Insel zurück, um zur Ruhe zu kommen und an ihrem neuen Buch zu arbeiten. Dort begegnet sie Jonas – einem stillen, geheimnisvollen Buchhändler, der mehr mit ihrer Vergangenheit verbunden ist, als sie ahnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was als zarte Liebesgeschichte beginnt, wird bald zum gefährlichen Spiel mit der Wahrheit: Ihr verstorbener Verlobter David war ein verdeckter Ermittler, getötet von einem mächtigen Drogenkartell. Jonas, Davids Bruder, trägt ein dunkles Geheimnis in sich – und ist der Einzige, der die Wahrheit kennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Lina anfängt, ihre Geschichte niederzuschreiben, wird sie zur Zielscheibe jener, die alles daransetzten, die Wahrheit zu begraben. Ein vermeintlicher Verbündeter entpuppt sich als Verräter, und selbst ihr Verleger scheint Teil dieses perfiden Spiels zu sein.</p>



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<p class="has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Blick ins Buch</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Regen fiel in feinen, silbernen Fäden vom grauen Himmel, als Lina das kleine Dorf erreichte. Ihr altes Auto rumpelte über das Kopfsteinpflaster, vorbei an windschiefen Häusern mit moosbewachsenen Dächern. Lediglich die Bewohner hatten die Erlaubnis, mit dem Auto auf die Insel zu fahren. Lina hatte eine der wenigen begehrten Ausnahmen ergattert, mit dem Auto die Insel befahren zu dürfen, da sie eine lange Zeit hierbleiben wollte. Diese Insel war ein geschützter Ort. Der Duft von Salz und feuchtem Holz lag in der Luft, und irgendwo in der Ferne hörte man den Schrei der Möwen. Lina hatte ihr Ziel erreicht. Für einen Moment schloss sie die Augen und atmete die frische Meeresbrise ein. Allmählich löste sich die Anspannung und Lina blickte auf den Horizont. Aufmerksam betrachtete sie die gerade Linie, wo der Himmel sich mit dem Meer verband, und blickte auf die Weite, die sich ihr hier bot.<br>Sie parkte vor einem alten Backsteinhaus, das ihr für die nächsten Monate als Unterkunft dienen sollte. Der Vermieter hatte ihr geschrieben: „Ruhig, abgeschieden, perfekt zum Schreiben.“ Fernab jeder Hektik war es genau das, was sie brauchte. Keine Ablenkung, keine Erinnerungen – nur sie, ihr Laptop und die Geschichte, die sie endlich zu Papier bringen musste. In der Stadt fand sie dafür keine Ruhe. Ihre Gedanken wanderten zu der Zeit, wo sie noch glücklich war. Unglücklich war sie zumindest in diesem Moment nicht. Der scharfe Wind blies ihr ins Gesicht, so erfrischend kalt und klar. Es fühlte sich einfach nur gut an.<br>Als sie die Tür öffnete, schlug ihr die wohlige Wärme des Hauses entgegen. Es roch nach altem Papier und frischem Tee. Die Möbel waren schlicht, aber gemütlich. Ein Kamin, ein Bücherregal, ein Schreibtisch am Fenster mit Blick auf das Meer – fast zu perfekt, um wahr zu sein. Hier würde sie sich wohlfühlen und endlich wieder zu sich selbst finden.<br>Sie holte ihre Sachen aus dem Auto. Viel war es nicht, ein paar Kleidungsstücke, eine Kuscheldecke und ihr Laptop. Sie verstaute alles und setzte sich mit einem frisch gebrühten Tee an den Schreibtisch. Mehr als den Titel hatte sie noch nicht geschrieben. Sie verlor sich in Gedanken, während sie aus dem Fenster blickte. Schulterzuckend klappte sie den Laptop wieder zu. Der Tee war inzwischen kalt geworden und morgen war auch noch ein Tag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Morgen machte sich Lina auf den Weg, das Dorf zu erkunden. Die Straßen waren leer, nur ein paar ältere Menschen grüßten freundlich. Für Lina war das ungewohnt. In der Stadt käme niemand auf die Idee, einen Fremden zu grüßen. Dann entdeckte sie ihn: den Buchladen.<br>„Buch &amp; Meer“ stand in verschnörkelten Lettern über der Tür. Die Schrift war von der Witterung verwaschen. Neugierig trat sie ein. Der Laden war klein, Unmengen von Büchern stapelten sich auf den Tischen, Notizen hingen an den Regalen, und der Duft von frischem Kaffee mischte sich mit dem von Papier. Wie sehr sie dieses Flair mochte.<br>Hinter dem Tresen stand ein Mann. Er hatte dunkles Haar, war leicht zerzaust, und sein ruhiger Blick hatte sie sofort gefesselt. Seine Augen waren auf sie fixiert. Wahrscheinlich, weil sie fremd war.<br>„Willkommen“, sagte er. „Sie sind neu hier.“<br>„Ja. Ich möchte mich hier etwas erholen und in Ruhe arbeiten. Dafür ist der Ort ideal.“<br>„Ruhe werden Sie hier auf jeden Fall finden. Was machen Sie denn beruflich, wenn ich fragen darf? Nicht jeder kann seine Arbeit einfach so mit in den Urlaub nehmen. Vielleicht sollte man das ja auch nicht.“<br>„Ich schreibe gerade an einem neuen Buch, leider bin ich schon sehr in Verzug mit der Abgabe. Manchmal spielt einem das Leben einfach so in die Karten.“<br>Er lächelte, aber da war etwas in seinem Blick – ein Schatten, kaum wahrnehmbar. Trotzdem hatte Lina ihn wahrgenommen. Irgendwie kam ihr dieser Gesichtsausdruck bekannt vor. Nur woher, das hätte sie nicht sagen können.<br>„Dann sind Sie hier genau richtig. Geschichten lieben diese Insel und die Insel kann jede Menge Geschichten erzählen. Es gibt hier unzählige. Das Meer spült sie einfach auf das Land.“<br>Sie nickte und war zugleich unsicher, warum ihr Herz plötzlich schneller schlug. Lina war niemand, der einfach so auf einen fremden Mann reagierte. Doch an diesem Mann war etwas, was sie faszinierte.<br>„Ich heiße Lina.“<br>„Jonas“, antwortete er. „Wenn Sie etwas suchen oder jemanden zum Reden brauchen, ich bin immer hier. Frischen Kaffee gibt es hier auch meistens. Oder bevorzugen Sie Tee?“<br>„Ich mag beides ganz gern. Im Moment werde ich meine Zeit nutzen und erst einmal ankommen, mich etwas einrichten. Ich komme aber sicher auf Ihr Angebot zurück.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie lächelte, bedankte sich und ging. Doch als sie die Tür hinter sich schloss, spürte sie es: Etwas hatte sich in ihr verändert. Lina hätte es nicht genau beschreiben können. Es war wie beim Lesen eines neuen Buches, wo man nicht wusste, was einen zwischen den Zeilen erwartete. Vielleicht war es endlich an der Zeit, ein neues Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen. Lina wusste nicht, ob sie dafür wirklich schon bereit war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächsten Tage richtete sich Lina in ihrem neuen Zuhause ein. Auch wenn es nur für begrenzte Zeit sein würde, es war ihr wichtig, sich wohlzufühlen.<br>Immer, wenn sie während ihrer Besorgungen an dem Buchladen vorbeikam, hielt sie einen Moment inne. Es dauerte eine Weile, bis sie sich entschloss, die Tür zu öffnen. Die Vergangenheit war noch zu sehr mit ihr verwachsen. Doch wollte sie sich dem endlich stellen und wieder ihr eigenes Leben haben.<br>Der Regen der letzten Tage hatte nachgelassen, und die Sonne kämpfte sich zaghaft durch die Wolken.<br>Lina betrat den Buchladen, Jonas saß mit einer Tasse Tee in der Hand an seinem Tisch. Vor ihm lag ein altes Buch, welches er reparierte. Der Duft von Leder, Papier und frischem Gebäck erfüllte den Raum – eine seltsame Mischung, die sich wie zu Hause anfühlte.<br>„Sie haben sich hier einen wundervollen Ort geschaffen“, sagte Lina und sah sich um.<br>Jonas lächelte, ohne aufzusehen. „Ich mag es, wenn Dinge Geschichten erzählen. Auch wenn sie kaputt sind. Gerade diese Geschichten sind die interessantesten.“<br>„Wie Menschen“, murmelte Lina.<br>Er sah sie an. Sein Blick war fragend und gleichzeitig verstehend. Für einen Moment war da nur Stille, aber keine unangenehme. Eher wie ein Innehalten, ein Lauschen auf etwas Unsichtbares.<br>„Was schreiben Sie eigentlich?“, fragte er.<br>„Einen Roman. Über eine Frau, die sich verliert, um sich neu zu finden.“<br>„Klingt, als würden Sie über sich schreiben.“<br>Sie zuckte mit den Schultern. „Vielleicht. Vielleicht auch über jemanden, der ich gern wäre.“<br>Jonas nickte. „Ich glaube, wir sind alle ein bisschen Fiktion. Geheimnisvoll und nicht sofort zu verstehen. Ich hoffe, Sie kommen hier in unserer Einöde gut voran mit Ihrem Projekt.“<br>Lina nickte. „Der Anfang ist geschrieben. Jetzt wollte ich das Wetter ausnutzen, da es mal nicht regnet. Haben Sie vielleicht Zeit und würden mich begleiten?“<br>Sie war eigentlich nicht der Typ Frau, der auf Männer zuging. Niemand, der den ersten Schritt machte. Jonas allerdings zog sie auf magische Weise an.<br>„Später am Nachmittag hätte ich Zeit. Ich muss das Buch hier erst fertig machen“, schlug Jonas vor. „Wir könnten gemeinsam zum Leuchtturm gehen. Der Weg führt durch die Dünen, vorbei an knorrigen Bäumen und dem windgebeugten Gras. Der richtige Platz, um seinen Kopf freizubekommen. Ich hole Sie nachher ab. So gegen drei?“<br>„Gut, dann sehen wir uns später und ich kann jetzt noch einige Besorgungen machen. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Abendessen, nach unserem Spaziergang?“<br>„Ich überlege es mir.“<br>Lina war schlichtweg überrascht von dieser Antwort. Er überlegt es sich? Ein Spaziergang zum Leuchtturm ist in Ordnung, ein Abendessen nicht? Dieser Mann gab ihr Rätsel auf.<br>Wieder zuhause überlegte Lina, was sie wohl anziehen sollte. Ein Kleid? Bei dem Wetter war das nicht unbedingt die beste Wahl. Aber ein Teil von ihr wollte Jonas gefallen. Sie war schon so lange allein und dieser Mann seit Monaten der erste, der es geschafft hatte, sie zu inspirieren und in ihren Bann zu ziehen.<br>Bevor sie sich umzog, ging sie in die kleine Küche und richtete einen Salat an. Ein paar Steaks in der Pfanne waren schnell dazu gemacht, falls sich Jonas doch dafür entschied, gemeinsam mit ihr zu Abend zu essen. Man wusste nie, was die Zeit brachte. Diese Lehre hatte Lina aus den letzten Jahren gezogen.</p>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">© LETTEROTIK 2025 | Alle Rechte vorbehalten! | Nur für Erwachsene!</p>



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		<title>Karin Baumann: Bad Wolf &#8211; Dem neuen CEO ergeben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vendor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2025 09:55:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blick ins Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Baumann]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Romance]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
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					<description><![CDATA[Kristin steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie hat die Scherben ihrer Beziehung mit Aric zusammengefegt...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kristin steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie hat die Scherben ihrer Beziehung mit Aric zusammengefegt und sich einem Neuanfang ohne ihn gestellt.<br>Nur ein letztes gemeinsames Projekt, ein Maskenball, muss noch zum Abschluss gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kristin gerät dabei in große Gefahr. Welchen Ausgang dieses Ereignis nehmen wird, weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch diese Geschichte hat eine tiefe Narbe.<br>Unausgesprochene Worte, gebrochene Herzen und eine Liebe, die so nie hätte enden sollen.<br>Werden Kristin und Aric alles zerstören, was sie lieben?<br>Oder sind sie den Sternen näher als sie es wollen?</p>



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<p class="has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Blick ins Buch</strong></p>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Dem neuen CEO ergeben</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wochen waren vergangen. Ich hatte ein völlig neues Leben, weit weg von Aric begonnen. Am Anfang war es die Hölle und meine Sehnsucht schien mich in Stücke zu zerreißen. Ich bekam Hilfe von unerwarteter Seite und dafür war ich sehr dankbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am selben Abend noch überwand ich meinen Stolz, griff nach der Visitenkarte in meiner Tasche und rief Alejandro an.<br>Er war gelinde gesagt überrascht und ich hatte Mühe, ihm zu erklären, dass ich ihn nur anrief, damit er an einem Spendenevent teilnimmt. Ich sagte ihm, dass ich schon ewig probiert hatte, mit ihm einen Termin zu vereinbaren, aber sein Agent mich immer wieder abgewimmelt hatte. Da er sich mir gegenüber verpflichtet fühlte, sagte er ohne lange zu überlegen zu. Und da es sich um einen guten Zweck handelte, verzichtete er auch auf sein Honorar.<br>Es war ein großartiges Gefühl, Aric mitzuteilen, dass ich dieses Event mit dem von ihm favorisierten Fotografen durchführen würde.<br>Um die Einzelheiten zu besprechen, traf ich mich mit Alejandro am nächsten Tag nachmittags in einem kleinen Café.<br>Doch da wartete eine Überraschung auf mich. Er wollte keine seiner bereits vorhandenen Werke ausstellen, sondern dem Anlass angepasste neue Fotografien erstellen. Und genau da kam ich ins Spiel. Er wollte diese Fotos mit mir machen. Ich wusste nicht, ob ich in der Lage war, vor einer Kamera zu stehen. Alejandro hatte allerdings diesen Punkt zur Bedingung gemacht.<br>Ich willigte ein, ohne wirklich zu wissen, was auf mich zu kam.<br>Wir verabredeten uns für den nächsten Tag in der Fabrikhalle, wo das Event stattfinden sollte. Alec wollte sich einen persönlichen Eindruck von der Location machen. Wir verabschiedeten uns vor dem Café und ich hatte das merkwürdige Gefühl beobachtet zu werden.<br>Ich suchte mir ein kleines Hotel, in dem ich vorübergehend unterkam. Ich wollte nicht, das Aric die Möglichkeit hatte, mich zu finden.<br>Mit einem Jahresvorrat an Schokolade machte ich mich an die endgültige Planung des Maskenballs. Das Meiste stand zum Glück bereits fest. Am späten Abend war ich mit allem durch und gönnte mir eine heiße Dusche, bevor ich in das Bett fiel und mich in meine Träume flüchtete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war wieder in der Waldhütte, wo ich Aric das erste Mal getroffen hatte. Doch ich war allein dort. Draußen tobte ein Sturm und doch hielt es mich nicht in der Hütte. Dieser Sturm hatte etwas Befreiendes. Der Wind und der Regen schienen mich von allem Ballast, der an mir klebte, zu befreien. Ich lief immer tiefer in den Wald hinein. Irgendetwas lief hinter mir her. Ich konnte es nicht sehen, aber ich spürte eine unglaubliche Präsenz.<br>Etwas, was mich dazu brachte, immer tiefer und tiefer in den Wald zu laufen. Völlig ungeachtet, dass ich inzwischen nass bis auf die Haut war. Ein Donnerschlag, der mich erschrak, ließ mich unmittelbar stehen bleiben. Ich blickte mich um und da sah ich ihn, diesen großen, dunklen Wolf, der mich mit seinen Augen fixierte. Ich erstarrte, konnte mich nicht mehr bewegen. Wenn dieses Tier sich jetzt auf mich stürzte, hatte ich keine Chance, ihm zu entfliehen.<br>In meinem Kopf hörte ich Arics Stimme: Du kannst mir nicht entkommen. Du gehörst mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schweißgebadet wachte ich auf. Der Traum sagte mir, dass ich mich in einer absolut konfusen Situation befand. Meine Gefühle für Aric waren einfach zu stark. Doch mein Stolz konnte ihm sein Verhalten nicht verzeihen. Ich wollte es einfach nicht.<br>Das Fotoshooting heute würde mich hoffentlich von diesen Gedanken ablenken. Ich suchte mir ein Paar Kleider heraus, von denen ich dachte, sie könnten für diesen Anlass angemessen, sein. Alejandro hatte mir in einer Nachricht mitgeteilt, dass er noch ein paar Besonderheiten mitbringen würde. Ich sollte mich überraschen lassen. Von Überraschungen hatte ich in der letzten Zeit genug, aber ich hatte zugesagt, mich auf dieses Abenteuer einzulassen.<br>Als ich einige Stunden später die Location betrat, stockte mir der Atem. Alejandro hatte diesen Ort zu seinem eigenen Schauplatz gemacht.<br>Er hatte es geschafft eine geheimnisvolle, sinnliche Atmosphäre zu schaffen. Das Spiel von Licht und Schatten umschmeichelte die Wände und verlieh dem Ort eine Aura der Verführung. Der Flügel mitten in der Halle war das absolute Highlight, inmitten dieser Kulisse, die viele spannende Geschichten erzählen konnte.<br>Er hatte seine Kamera bereits in der Hand, als ich die Halle betrat und begann, sofort Fotos zu machen. Ich war verunsichert, da ich nicht wusste, wie ich mich verhalten, mich bewegen sollte. Er fing jede Geste, jedes Lächeln, jeden Blick von mir ein. Ich war kein Model und so schienen meine Bewegungen eher ungelenk. Meine Unsicherheit wuchs mit jedem Klicken der Kamera.<br>„Spiel mit der Kamera, wenn wir nachher mit den richtigen Fotos anfangen, musst du lockerer werden. Stell dir vor ich wäre jemand, den du begehrst, jemand den du verführen willst. Flirte mit der Kamera und vergiss einfach, dass ich hinter ihr stehe.“<br>Das war leicht gesagt. Doch allmählich gewöhnte ich mich daran.<br>„Sehr gut. Jetzt hast du es. In Ordnung, dann werden wir dich mal entsprechend stylen.“<br>„Ich habe ein paar Sachen mitgebracht, falls …“<br>Ich kam gar nicht dazu, diesen Satz zu beenden. Er fiel mir ins Wort. „Da hinten auf dem Hocker vor dem Flügel, liegt etwas für dich. Ich würde mich freuen, wenn du dich darauf einlässt.“<br>Ich trat an den Hocker und atmete laut aus. Da lag ein wunderschönes rotes Kleid, mit dazu passenden Schuhen. Es sah einfach atemberaubend aus. Alejandro schien der gleichen Meinung zu sein, denn als er mich in dem Kleid sah, atmete auch er hörbar aus. Er hatte sich schnell wieder unter Kontrolle, vielleicht, weil er sich hinter seiner Kamera verstecken konnte.<br>„Bleib an dem Flügel, das Licht der Fackeln im Hintergrund geben dir ein faszinierendes Aussehen. Kannst du spielen?“<br>Ich schüttelte den Kopf, die paar Kenntnisse über das Klavierspiel würde ich selbst nicht als Können bezeichnen.<br>„Egal, setz dich trotzdem an den Flügel, dort fangen wir an.“<br>Zwischen den nackten Betonwänden, die teilweise vom rostigen Stahl durchbrochen waren, ließ er eine einzigartige Inszenierung entstehen. Ich begann, mich immer ungezwungener zu bewegen.<br>Alejandro trat an mich heran, legte die Kamera auf dem Flügel ab und griff nach einem schwarzen Seil, das dort lag.<br>„Vertraust du mir?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8230;</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em><a href="https://www.letterotik.de/produkt/karin-baumann-bad-wolf-dem-neuen-ceo-ergeben/" data-type="product" data-id="2614">Das Buch ist als eBook und Taschenbuch im Buchhandel erhältlich.</a></em></p>



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		<title>Karin Baumann: Mr. Arrogant: Nice to meet you</title>
		<link>https://www.letterotik.de/2023/07/31/karin-baumann-mr-arrogant-nice-to-meet-you/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 31 Jul 2023 15:10:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blick ins Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Baumann]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Romance]]></category>
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					<description><![CDATA[Vivienne, eine junge, aufstrebende Journalistin bei einem Mainstreamjournal, bekommt den Auftrag, eine Story über einen nahezu unantastbaren...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Vivienne, eine junge, aufstrebende Journalistin bei einem Mainstreamjournal, bekommt den Auftrag, eine Story über einen nahezu unantastbaren Geschäftsmann zu schreiben. Denn der Meinung ihrer Vorgesetzten nach hat jeder ein paar dunkle Geheimnisse.<br>Als Vivienne den Job bei&nbsp;<em>Mister Arrogant und Taktlos</em>&nbsp;annimmt, bemerkt sie schon bei der ersten Begegnung mit dem Chef, was er für ein Scheusal ist.<br>Das verhindert allerdings nicht, dass sie sich magisch von seiner Präsenz angezogen fühlt. So sehr sie sich auch wehrt, sie kann sich ihm nicht mehr entziehen.<br>Das kann nur in einer Katastrophe enden.</p>



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<p class="has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Blick ins Buch</strong></p>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Nice to meet you</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Job würde mich an meine Grenzen bringen. Ich wusste es und doch hatte ich ihn angenommen. Meine Chefin war der Meinung, ich bräuchte mal wieder eine wirklich gute Story. Mich undercover in diesen Laden einzuschleusen, war dann aber doch nicht so einfach gewesen. Dabei dachte ich bei der Stellenbeschreibung, so ein wenig Büroarbeit und ein paar Botengänge sollten locker zu bewältigen sein. Telefonisch hatte ich einen Termin für das Vorstellungsgespräch vereinbart. Online wäre mir lieber gewesen, doch was solls, interessant würde es auf jeden Fall werden. Der Chef dieser Firma, oder vielmehr der Eigentümer, strahlte nach außen hin eine extreme Unnahbarkeit aus. Er war wahnsinnig erfolgreich, und egal, was er begann, brachte er erfolgreich zu Ende. Nichts, aber auch rein gar nichts war über sein Privatleben bekannt. Es gab nicht einmal Fotos von ihm. Wenn er in der Öffentlichkeit unterwegs war, herrschte striktes Fotoverbot. Ich war gespannt auf diesen Mann und auf seine Geheimnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ich nicht zu spät zu meinem Vorstellungsgespräch kommen wollte, verzichtete ich auf das Auto und nahm die Bahn, denn die könnte wenigstens nicht im Stau stecken bleiben. Das war der Plan gewesen, doch Pläne können sich ändern. Wir blieben mitten auf der Strecke stehen und die Uhr machte Ticktack. Wenn es in den nächsten zehn Minuten nicht weiter gehen würde, hatte ich keine Chance mehr, pünktlich zu sein. <em>Verdammt!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anscheinend hatte mich mein Glück noch nicht gänzlich verlassen, denn bald setzten wir uns wieder in Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten Meter musste ich zu Fuß gehen und weil heute scheinbar nicht mein Tag war, fing es auch noch an zu regnen. Auf High Heels mit einem Regenschirm in der Hand zu rennen, war nicht sonderlich klug, aber nur so hatte ich noch eine Chance, pünktlich zu dem Termin zu erscheinen. Bis zu diesem Moment: Mit voller Wucht knallte ich gegen einen Typen, der mitten im Türrahmen stehen geblieben war. Ich taumelte rückwärts und landete auf meinem Hinterteil direkt in einer Pfütze. Ich blickte auf und sah direkt in das Gesicht des Mannes, der an meinem Dilemma schuld war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine grünen Augen sahen auf mich herab. „Wie kann man nur so tollpatschig sein? Keine Augen im Kopf oder einfach nur blond?“ Er drehte sich um und ging in das Gebäude.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Herzlichen Dank Mister Arrogant und Taktlos! </em>Statt einen blöden Spruch zu bringen, hätte er mir wenigstens aufhelfen können. So versuchte ich, den kläglichen Rest meiner Würde halbwegs bewahrend, wieder auf die Füße zu kommen. Ich betrat das Gebäude, während das Wasser der Pfütze meine Beine entlanglief. Ich versuchte, es zu ignorieren, und betrat den Fahrstuhl, um in den 10. Stock zu fahren. Dort war ich allein und hatte wenigstens einen Moment, um mir das Dilemma anzusehen. Wenn ich jetzt noch diesen Job bekommen wollte, musste ich wohl mit meinen inneren Werten überzeugen. Meine Finger wuschelten kurz durch meine Haare und zogen den Rock glatt. Die Tür des Fahrstuhls öffnete sich und entgegen meiner Erwartung, erst einmal in einem Flur zu stehen, stand ich mitten in einer Art Vorzimmer. An dem riesigen Schreibtisch saß eine Frau, die mich mit weit aufgerissenen Augen verwundert anstarrte. Das konnte ich ihr nicht verdenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie haben einen Termin?“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ja, auch wenn ich gerade nicht so aussehe, warum war ich wohl sonst hier? </em>Oh man, ich musste meine patzigen Gedanken in den Griff bekommen, wenn ich hier mit meinen inneren Werten punkten wollte. Ich setzte mein charmantestes Lächeln auf, bevor ich antwortete: „Ja, ich habe einen Termin. Ich bin mit Herrn Gabriel zu einem Vorstellungsgespräch verabredet. In genau zwei Minuten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Blick, der mich mit voller Härte traf, war eine Mischung aus Entsetzen, Mitleid und Verwunderung. Trotzdem stand die Dame auf, ging zu einer Flügeltür und klopfte an. Nach einem „Ja, bitte“ öffnete sie die Tür und steckte ihren Kopf durch den Spalt. „Ihr Termin ist da, soll ich sie hereinschicken?“ Die Frage war so formuliert, als würde sie hoffen, dass er <em>Nein</em> sagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das wird auch Zeit. Ich bin es nicht gewohnt zu warten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der sollte sich mal nicht so aufspielen, schließlich war ich noch pünktlich. Die Dame öffnete die Tür und nickte mir kurz zu. Ich betrat den Raum und weil das ja mein Tag war, eben nicht, saß hinter dem Schreibtisch in einem sehr bequemen Sessel – wer? Genau! Der Typ, dem ich mein Bad in der Pfütze zu verdanken hatte. Halleluja, das würde spaßig werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Erscheinen Sie zu Ihren Terminen immer in diesem Outfit?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wollte er mich ärgern, testen oder war er einfach nur ein Fiesling? „Ich denke, Natürlichkeit steht mir und mich zu verstellen wäre nicht mein Stil.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Oh, Sie haben also Stil? Gut, dass Sie es erwähnen, da würde man sonst nicht draufkommen. Aber in Ordnung, bei mir hat jeder eine zweite Chance verdient, diese wäre Ihre. Überzeugen Sie mich von Ihren Fähigkeiten und ich vergesse Ihren Fauxpas bei unserer ersten Begegnung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich schluckte. Dieser Mensch schaffte es, mich zu ungeahnten Aggressionen hinreißen zu lassen. <em>Mein Fauxpas?</em> Egal, ob ich es endgültig vermasseln würde, ich musste mir Luft machen: „Also <em>Mister Arrogant und Taktlos</em>, wie wäre es denn gewesen, wenn Sie sich entschuldigt hätten? Immerhin standen Sie plötzlich in meinem Weg. Zumindest hätten Sie mir aufhelfen oder wenigstens fragen können, ob Sie mir helfen können. Das machen wahre Gentleman nämlich. Aber Sie … Ehrlich, mir fehlen die Worte für Ihr Verhalten. Und nun entschuldigen Sie mich, ich werde Ihre Zeit nicht weiter beanspruchen und nach Hause gehen, ein Bad und saubere Sachen habe ich mir jetzt verdient. Einen schönen Tag noch.“ Das hatte so richtig gutgetan. Meiner Chefin würde ich das schon verklickern, dann musste halt ein anderer die Story über diesen Herrn schreiben. Ich war fast an der Tür, da trafen mich seine Worte wie ein Peitschenhieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Stopp! Wagen Sie es nicht, einfach zu gehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betont langsam drehte ich mich zu ihm um. Mein Blick war nicht weniger arrogant als seiner. „Warum sollte ich Ihre und vor allem meine Zeit weiter vergeuden? Für jemanden, der keinerlei Respekt und Anstand hat, bin ich gar nicht gewillt zu arbeiten. Und nun entschuldigen Sie mich bitte.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich entschuldige gar nichts und Sie setzen sich.“..</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em><a href="https://www.letterotik.de/produkt/karin-baumann-mr-arrogant-nice-to-meet-you/" data-type="product" data-id="2070">Das Buch ist als eBook und Taschenbuch im Buchhandel erhältlich.</a></em></p>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">© LETTEROTIK 2025 | Alle Rechte vorbehalten!</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß §44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.</p>



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