Mac Murdock: Lustvoller Weltenbrand

Noch weiß Scott O’Leary nicht, dass die Erde in Gefahr ist. Der gut aussehende und mit vielen parapsychischen Begabungen ausgestattete Leiter einer Sondergruppe von parabegabten Terranern genießt seinen Sonderstatus und gerät dabei in einen Hinterhalt der Aliens. Sie missbrauchen sein Vertrauen, was in Folge die Hauptstadt der Erde in Schutt und Asche legt. Kann er die Welt vor den Außerirdischen retten?

Lustvoller Weltenbrand – Die destruktiven, aber leidenschaftlichen Abenteuer im Weltraum gehen in eine neue Phase. Der Autor wünscht einen lustvollen Flug.


Blick ins Buch


Mitten in der Nacht fuhr Scott aus dem Tiefschlaf auf. Einen Moment lang war er verwirrt, doch dann wurde ihm klar, dass es nicht sein Wecker gewesen war, der ihn aus dem Schlaf gerissen hatte. Sein Parasinn hatte Alarm geschlagen, was nur bedeuten konnte, dass er sich sofort und unverzüglich im Hauptquartier der terranischen Abwehr einzufinden hatte. Dort war auch die Abteilung der parapsychisch begabten Abwehrspezialisten angesiedelt, die bei unvorhergesehenen Vorfällen auf Terra zur Gefahrenabwehr eingesetzt wurden. Scott war der stärkste Psibegabte auf dem Planeten, deshalb unterstand die Abteilung ihm. Er hatte sie aufgebaut, die parapsychisch begabten Menschen auf Terra gefunden und ihre Begabungen verfeinert und gefördert. Die Abteilung wurde von einer Frau geleitet. Scotts Anwesenheit war nur in Fällen notwendig, die ein gewisses Maß an Schwierigkeit überstieg. Es genügte, wenn man ihn auf paramentaler Ebene anrief, dann konnte er in Sekundenschnelle von jedem beliebigen Ort auf der Welt ins Hauptquartier gelangen, indem er seine Fähigkeit der Teleportation einsetzte. Die Parafallen um das HQ waren auf die mentalen Strahlungen aller Mitarbeiter ausgerichtet, sie würden sie als Freunde erkennen und nicht angreifen.

Scott O’Leary rollte sich aus seinem Bett und stand mit einer geschmeidigen Bewegung auf. Er gönnte sich den Luxus an Zeit, ins Bad zu gehen und sich unter die Dusche zu stellen. Das Wasser der Brause perlte über Scotts muskulösen Körper, seine ausgeprägten Muskeln, und rann über seinen flachen Bauch weiter nach unten. Er war aus einem sehr erotischen Traum geweckt worden und die Reaktion seines Körpers war extrem klar erkennbar. Scott war mehr als gut bestückt und bei der Damenwelt überaus beliebt. Seine charmante Art öffnete ihm so manche Tür zu den Schlafzimmern der schönsten Frauen. Kaum eine konnte sich seiner erotischen Ausstrahlung entziehen. Er ließ sich vom warmen Luftstrom trocknen und zog sich an. Er musste sich kaum konzentrieren, um an seinen Bestimmungsort zu gelangen. In einem kleinen Luftwirbel verschwand er aus seinem Haus und materialisierte in New Darwin, einem Ort im Norden Australiens, der zur terranischen Hauptstadt ausgebaut worden war. Hier waren nach dem zweiten solaren Krieg in den unendlichen Weiten des Landes Raumhäfen und die Gebäude der terranischen Regierung gebaut worden. Zu großen Teilen befanden sich die Anlagen unter dem Erdboden, wo sie vor der sengenden Hitze des Landes geschützt waren. So lagen auch die Räumlichkeiten der Spezialeinheit der terranischen Abwehr weit unter der Erdoberfläche.

„Was haben Sie an dem Wort unverzüglich nicht verstanden?“, ertönte die scharfe Stimme einer Frau. „Es hat fast 15 Minuten gedauert, bis zu Ihrem Eintreffen.“

„Ich befand mich in einem wunderbaren Traum mit einer rothaarigen Schönheit, als Sie mich weckten, Generalin. Sie wollten sicher nicht, dass ich ungeduscht und nackt bei Ihnen erscheine … Ich pflege immer nackt zu schlafen.“

Die Leiterin der Spezialabteilung drehte ihren Kopf weg. Sie wollte nicht, dass Scott ihr süffisantes Lächeln bemerkte. Wie immer hatte sie ihre Gedanken vor ihm abgeschirmt und wie immer machte es ihr Spaß, die Vorgesetzte herauszukehren.

„Warum also der Vollalarm?“, fragte Scott. Er wusste, dass man ihn nicht wegen einer Lappalie rufen würde. Auch der Generalin Natascha Olenska würde der Zeitunterschied von fast 8 Stunden von Europa bis Australien bekannt sein. Und hier war es früher Vormittag. Seine Augen ruhten auf der vollendeten Figur der Abteilungsleiterin, die ihn bei Abwesenheit auch als Teamleiterin ersetzte. Ein russisches Teufelsweib, mit langen, dunklen Haaren, einem strengen, doch fraulichen Gesicht, einer beachtenswerten Oberweite und einer schmalen Taille. Ihre Hüften waren so weiblich und formvollendet, dass Scott schlucken und seine Fantasie zügeln musste. Ihre langen Beine, die unter dem Uniformrock herausschauten, waren bis hinab zu den schlanken Fesseln eine wahre Augenweide.

„Reißen Sie sich zusammen, O’Leary. Das, woran Sie gerade denken, wird nie geschehen.“ Sie deutete auf einen Bildschirm, auf dem eine der para-abgeschirmten Zellen zu sehen war. In ihr stand ein offensichtlich weibliches Wesen, das in einer starken Konzentration versunken zu sein schien. Energetische Entladungen zeigten, dass sie mit parapsychischen Sinnen die Abwehrschirme angriff, die ihr jedoch standhielten. „Sie wird andauernd stärker, Scott. Wir wissen nicht warum, aber in ein paar Stunden dürfte sie die Schirme zerlegen. Sie ist in diverse Abwehrfallen geraten, doch wir haben erst vor ein paar Stunden eingegriffen. Wir wollten wissen, was sie hier zu suchen hat.“

„Und?“, fragte Scott beiläufig, während er die Außerirdische betrachtete. Er wählte einen anderen Bildausschnitt und sah, dass das Wesen leuchtendrote Haare besaß. Dazu hatte sie eine grüne Haut und goldfarbene Augen. Sie ähnelte der Frau aus Scotts Traum. Sie hatte ein mädchenhaftes, niedliches Gesicht, aber den Körper einer ausgereiften Schönheit. Und jetzt blickte sie geradewegs in die Kamera, durch die Scott sie betrachtete. Die Blitze und Energieüberschläge wurden noch heftiger und in die Augen der Fremden mischte sich ein feuriges Rot.

Die Leiterin streckte beide Arme zur Seite aus. „Nichts. Es gibt keine Anhaltspunkte. Es ist, als wollte sie sich unsere Welt ansehen. Sie hat rund um den Globus Alarme ausgelöst, bis es uns gelang, sie dingfest zu machen. Seitdem kämpft sie gegen unsere Sperrschirme, wobei sie ständig stärker wird. Sie scheint Energie von den Schirmen abzuleiten und aufzunehmen. Unsere Paras kommen auch nicht an sie heran. Sie blockt alles ab.“

„Okay, ich gehe runter“, verkündete Scott. Dabei sah er Natascha betrübt an. „Sollte mir etwas passieren, bevor wir beide etwas miteinander hatten, so würde ich das sehr bedauern.“

Natascha schnaubte wütend durch die Nase. Sie wandte sich ab. „Seien Sie vorsichtig, Scott! Das Wesen ist gefährlich.“

Ihre mahnenden, leisen Worte ließen Scott aufhorchen. Machte sich Natascha etwa Sorgen um ihn? Hm, er würde darauf zurückkommen.

Scott hätte sich in den Zellenvorraum teleportieren können, doch er wollte seine Parabegabungen nicht sofort preisgeben. Also trat er ganz normal durch die leise zischenden Türschotten ein. Er nahm sich einen Stuhl und stellte ihn mit der Lehne zur Zelle ein Stück von den Energieschirmen auf. Breitbeinig setzte er sich und stützte sein Kinn auf die Lehne. Das Wesen in dem Raum hinter den Schirmen beobachtete ihn aus glühenden Augen und gab einen fauchenden Laut von sich. Dann hüllten es Energieblitze ein, die Scott einen Eindruck der mentalen Stärke des Wesens gaben. Offenbar versuchte es, aus dem abgeschirmten Raum per Teleportation zu fliehen. Es griff telekinetisch auch die Wände seines Gefängnisses an, wohl in der Hoffnung, technische Schaltkreise zu demolieren. Doch noch hielt alles ihren wütenden Angriffen stand. Es tobte etwa eine Stunde erfolglos, während Scott sich völlig unbeeindruckt gab. Er gähnte gelangweilt und schloss gelegentlich seine Augen, als würde er einschlafen. Langsam beruhigte sich das Alien, setzte sich auf die Pritsche an der Wand und starrte Scott an. Das Rot in seinen Augen wich einem strahlenden Gold und der mädchenhafte Ausdruck seines Gesichtes wurde weicher. Scotts Parasinne spürten tastende Impuls innerhalb der Zelle. Sanft berührte er sie mit seinen Geistesimpulsen. Das Wesen schreckte nicht zurück, sondern ließ sich mental berühren.

„Wer bist du?“, entstanden die Worte in Scotts Bewusstsein. Das Wesen sprach mit ihm, ohne die Lippen zu bewegen, auf eine lautlose, geistige Weise.

„Ich bin Scott von Terra“, erwiderte er auf die gleiche Weise. Das Mädchen oder die junge Frau betrachtete ihn eingehend. „Wenn du mich lässt, werde ich dir helfen“, bot Scott an und öffnete seine eigene Blockade ein klein wenig. Behutsam drang das fremde Bewusstsein in seines, ohne Anstalten eines Angriffs zu machen.

„Du bist sehr mächtig“, tönte es leise in seinem Kopf.

„Darum hat man mich zu dir geschickt“, gab Scott zurück und sprach diesmal die Worte auch aus. „Du bist ebenfalls sehr stark.“

„Wenn ich genügend Zeit hätte, würde ich diesem Gefängnis bald entfliehen können.“


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